MarBiNa-Nachwuchspreis

21. Mai

Veranstaltungsart

Wettbewerb: Nachwuchspreis

Beschreibung

Kreative Forschungsprojekte rund um Ernährung und Nachhaltigkeit

Zum ersten Mal wurde der MarBiNa-Nachwuchspreis verliehen. Während des ersten Schüler*innen-Kongresses des MINT-Clusters „EMIL-IA“ im Marburger Chemikum präsentierten die teilnehmenden Teams ihre Forschungsprojekte rund um das Thema Ernährung.
Die Freude über die eigene Forschung und das gemeinsame Präsentieren war spürbar: Zwischen Stellwänden, Plakaten und Modellen erklärten Schüler*innen-Teams im Marburger Chemikum ihre Projekte und diskutierten ihre Ergebnisse. Sie beantworteten auch die Fragen der Besucher*innen, die zum ersten Schüler*innen Kongress des MINT-Clusters „EMIL-IA“ gekommen waren.

Die Spannung wuchs, als es auf die Verleihung des MarBiNa-Nachwuchspreises zuging. Zunächst hatte Dr. Christof Wegscheid-Gerlach, Direktor des Chemikum Marburg, die Veranstaltung eröffnet, es
folgten Grußworte. Evelyn Damer, studentische Vizepräsidentin der Philipps-Universität Marburg, ermutigte die Schüler*innen, neugierig zu bleiben. Dr. Martin Vey vom Vorstand der Initiative für Bio- und Nanotechnologie e.V. (IBiNa) berichtete von seinen eigenen Erfahrungen mit Forschungsprojekten während seiner Schulzeit. Nach dem Auftakt im historischen Hörsaal standen schließlich die Schüler*innen im Mittelpunkt, die ihre Projekte präsentierten, mit denen sie sich für den MarBiNa-Nachwuchspreis beworben hatten.

Zehn Teams hatten sich am Wettbewerb beteiligt, den IBiNa, das Schüler*innenforschungszentrum (SFZ) Mittelhessen, VCI Hessen und das MINT-Cluster „EMIL-IA“ gemeinsam umgesetzt haben. Die Kinder und Jugendlichen traten für unterschiedliche Schulen aus Stadt und Landkreis an: Grundschulen, Gesamtschulen, Gymnasien und berufsbildende Schulen.

Macht Schokolade glücklich?
Da der Wettbewerb „Ernährung“ zum Thema hatte, haben sich die Schüler*innen auf unterschiedliche Weise unter anderem mit Produktion, Verteilung, Logistik, gesunde Ernährung und Superfood auseinandergesetzt. So untersuchten einige Teams beispielsweise, ob Schokolade glücklich macht, wie gesundes Essen in Freizeitparks angeboten werden könnte oder warum Zwiebeln Blähungen verursachen.

Andere Gruppen beschäftigten sich mit der Frage, welchen Einfluss einzelne Zutaten auf das Endprodukt beim Backen von Cookies haben oder wie sich verschmutztes Wasser mit einfachen Mitteln zu Trinkwasser aufbereiten lässt.

Fragen stellen und Lösungen entwickeln
Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies hob die Bedeutung solcher Projekte für junge Menschen hervor. „Man muss Schüler*innen einen Grund geben, sich mit Wissenschaft auseinanderzusetzen und dabei Spaß zu haben“ , sagte er. Kinder und Jugendliche seien von Natur aus neugierig und hätten einen groß en Forschungsdrang. Deshalb sei es wichtig, selbst Fragen zu stellen und kreative Lösungen zu entwickeln. Er freue sich darüber, dass sich so viele Teams beteiligt und engagiert hätten. „Es wurde kritisch über Dinge nachgedacht und dabei sind tolle Ergebnisse entstanden“, sagte Spies und dankte allen Teilnehmenden herzlich für ihren Einsatz.

Auch Landrat Jens Womelsdorf zeigte sich beeindruckt von den Projekten und der Resonanz auf den Wettbewerb. Ein spielerischer Zugang sei wichtig, um junge Menschen für Naturwissenschaften zu begeistern. Der Schüler*innen-Kongress sei dafür ein bedeutender Baustein. „Es ist wichtig, Dinge auszuprobieren, auch einmal zuscheitern und daran wachsen zu können“ , sagte der Landrat. Er ermutigte die jungen Teilnehmenden, neugierig zu bleiben und weiterhin mit Freude zu forschen und zu entdecken.

Mit Nachwuchspreis für MINT begeistern
Der MarBiNa-Nachwuchspreis wurde erstmals von IBiNa ausgelobt. Auf Beschluss des Vorstandes und der Mitglieder hatte IBiNa im Oktober 2025 den MarBiNa-Nachwuchspreis für das laufende Schuljahr 2025/26 ausgerufen. Die Abkürzung MarBiNa steht für „Marburger Förderpreis Bio- und Nanotechnologie“ und ist quasi der große Bruder des neuen Marburger Nachwuchspreises. Ziel des Wettbewerbs ist es, Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen und Schularten in Stadt und Landkreis für die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern.

Die Teilnehmenden wurden in drei Alters- beziehungsweise Wettbewerbsklassen eingeteilt: „Grundschule“ für die Klassen 1 bis 4,
„Mittelstufe“ für die Klassen 5 bis 10,
„Oberstufe“ für die Klassen 11 bis 13 beziehungsweise Berufliche Schulen.
In jeder Altersklasse wurden bis zu drei gleichwertige Preise für die besten Bewerbungen
vergeben.