IBiNa-vor-Ort im SYNMIKRO
Veranstaltungsart
NetzwerkveranstaltungBeschreibung
Bei der diesjährigen IBiNa-vor-Ort Veranstaltung war das Zentrum für Synthetische Mikrobiologie (SYNMIKRO) der Gastgeber.
Das neue Gebäude konnte Ende 2021 auf dem Campus Lahnberge bezogen werden, nachdem der Wissenschaftsrat den Forschungsbau 2014 als Vorhaben von überregionaler Bedeutung zur gemeinsamen Bund-Länder-Förderung empfohlen hatte und so eine bedeutende LOEWE-Förderung empfangen werden konnte.
Ziel der Forschung am Standort ist es, molekulare, biochemische, zelluläre, genetische und ökologische Funktionen bei Mikroorganismen zu verstehen, gefolgt vom Bau synthetischer mikrobieller Einheiten. Hierbei wird großen Wert auf den Einbezug junger Wissenschaftler*innen sowie die Nutzung einer gemeinsamen, modernen Infrastruktur gelegt.
Nach der Begrüßungsrede von Vereinsvorstand und Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, der in seiner Ansprache vor allem die große Bedeutung des SYNMIKROs für die Philipps-Universität sowie das Max-Planck-Institut hervorhob, konnten die ca. 35 Gäste spannenden Kurzvorträgen lauschen.
Sprecher*innen waren:
Dr. Peter Graumann i.V. für Anke Becker, Geschäftsführende Direktorin SYNMIKRO
und Sprecherin M4C):
„Das Zentrum für Synthetische Mikrobiologie und der Exzellenzclus-
ter Microbes for Climate (M4C).“
Dr. Martina Preiner, Gruppenleiterin SYNMIKRO:
„Vom Gestein zur ersten lebenden Zelle auf dieser Erde.“
Dr. Judith Klatt, Gruppenleiterin SYNMIKRO:
„Wie der Sauerstoff auf die Erde kam.“
Prof. Dr. Gert Bange, Vizepräsident für Forschung, SYNMIKRO:
„Wie Bakterien Stress wahrnehmen, und warum wir das wichtig
finden sollten“
Höhepunkt des Abends waren dann die verschiedenen Führungen, die in Kleingruppen durchgeführt und hinter die Kulissen des SYNMIKRO führten.
Die Gäste erfuhren Details zur Arbeit der unterschiedlichen Forschungsgruppen und durften u.a. ein Licht-Mikroskop bestaunen, das mit neuester Fluoreszenz-Technik die Positionierung von Molekülen ermöglicht (PALM - Photoactivated Localization Microscopy). Dies kommt in der Mikrobiologie zur Verfolgung von Ezymmolekülen in Bakterien zum Einsatz.
Das Diskutieren von Fachfragen, Anregungen oder das Einbringen der Expertise aus dem eigenen Unternehmen geben dieser Netzwerkveranstaltung jedes Mal einen besonders schönen Charakter und verbinden Wissenschaft und Wirtschaft miteinander. Wo sonst hat man die Möglichkeit, sich als Student*in oder Mitarbeiter*in einen Betriebs mit Forschenden eines Instituts zu unterhalten? So kann Forschungsarbeit und das damit einhergehende Wissen in die Praxis transferiert und neue Verbindungen geschaffen werden.